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mir selbst gegeben, und ich erkenne, daß ich mein ganzes Dasein von
nun an Ihnen schuldig bin.
Wahrlich! mein Mann war verständig und klug und kannte das Herz einer
Frau; er war billig genug, sie über eine Neigung nicht zu schelten,
die durch seine Schuld in ihrem Busen entstehen konnte, ja er war
großmütig genug, seine Rechte der Forderung der Natur hintanzusetzen.
Aber Sie, mein Herr, Sie sind vernünftig und gut; Sie haben mich
fühlen lassen, daß außer der Neigung noch etwas in uns ist, das ihr
das Gleichgewicht halten kann, daß wir fähig sind, jedem gewohnten Gut
zu entsagen und selbst unsere heißesten Wünsche von uns zu entfernen.
Sie haben mich in diese Schule durch Irrtum und Hoffnung geführt; aber
beide sind nicht mehr nötig, wenn wir uns erst mit dem guten und
mächtigen Ich bekannt gemacht haben, das so still und ruhig in uns
wohnt und so lange, bis es die Herrschaft im Hause gewinnt, wenigstens
durch zarte Erinnerungen seine Gegenwart unaufhörlich merken läßt.
Leben Sie wohl! Ihre Freundin wird Sie künftig mit Vergnügen sehen;
wirken Sie auf Ihre Mitbürger wie auf mich; entwickeln Sie nicht
allein die Verwirrungen, die nur zu leicht über Besitztümer entstehen,
sondern zeigen Sie ihnen auch durch sanfte Anleitung und durch
Beispiel, daß in jedem Menschen die Kraft der Tugend im Verborgenen
keimt; die allgemeine Achtung wird Ihr Lohn sein, und Sie werden mehr
als der erste Staatsmann und der größte Held den Namen Vater des
Vaterlandes verdienen.
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