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kommen, fange ich an zu denken und sage zu mir: Du genießest diese
Schätze nicht, und niemand wird sie nach dir genießen! Hast du jemals
eine geliebte Frau damit geschmückt? Hast du eine Tochter damit
ausgestattet? Hast du einen Sohn in den Stand gesetzt, sich die
Neigung eines guten Mädchens zu gewinnen und zu befestigen? Niemals!
Von allen deinen Besitztümern hast du, hat niemand der Deinigen etwas
besessen, und was du mühsam zusammengebracht hast, wird nach deinem
Tode ein Fremder leichtfertig verprassen.
O wie anders werden heute abend jene glücklichen Eltern ihre Kinder um
den Tisch versammeln, ihre Geschicklichkeit preisen und sie zu guten
Taten aufmuntern! Welche Lust glänzte aus ihren Augen, und welche
Hoffnung schien aus dem Gegenwärtigen zu entspringen! Solltest du
denn aber selbst gar keine Hoffnung fassen können? Bist du denn schon
ein Greis? Ist es nicht genug, die Versäumnis einzusehen, jetzt, da
noch nicht aller Tage Abend gekommen ist? Nein, in deinem Alter ist
es noch nicht töricht, ans Freien zu denken, mit deinen Gütern wirst
du ein braves Weib erwerben und glücklich machen, und siehst du noch
Kinder in deinem Hause, so werden dir diese spätern Früchte den
größten Genuß geben, anstatt daß sie oft denen, die sie zu früh vom
Himmel erhalten, zur Last werden und zur Verwirrung gereichen.
Als er durch dieses Selbstgespräch seinen Vorsatz bei sich befestigt
hatte, rief er zwei Schiffsgesellen zu sich und eröffnete ihnen seine
Gedanken. Sie, die gewohnt waren, in allen Fällen willig und bereit
zu sein, fehlten auch diesmal nicht und eilten, sich in der Stadt nach
den jüngsten und schönsten Mädchen zu erkundigen; denn ihr Patron, da
er einmal nach dieser Ware lüstern ward, sollte auch die beste finden
und besitzen.
Er selbst feierte so wenig als seine Abgesandten. Er ging, fragte,
sah und hörte und fand bald, was er suchte, in einem Frauenzimmer, das
in diesem Augenblick das schönste der ganzen Stadt genannt zu werden
verdiente, ungefähr sechzehn Jahre alt, wohlgebildet und gut erzogen,
deren Gestalt und Wesen das Angenehmste zeigte und das Beste versprach.
Nach einer kurzen Unterhandlung, durch welche der vorteilhafteste
Zustand sowohl bei Lebzeiten als nach dem Tode des Mannes der Schönen
versichert ward, vollzog man die Heirat mit großer Pracht und Lust,
und von diesem Tage an fühlte sich unser Handelsmann zum erstenmal im
wirklichen Besitz und Genuß seiner Reichtümer. Nun verwandte er mit
Freuden die schönsten und reichsten Stoffe zur Bekleidung des schönen
Körpers, die Juwelen glänzten ganz anders an der Brust und in den
Haaren seiner Geliebten als ehemals im Schmuckkästchen, und die Ringe
erhielten einen unendlichen Wert von der Hand, die sie trug.
So fühlte er sich nicht allein so reich, sondern reicher als bisher,
indem seine Güter sich durch Teilnehmung und Anwendung zu vermehren
schienen. Auf diese Weise lebte das Paar fast ein Jahr lang in der
größten Zufriedenheit, und er schien seine Liebe zu einem tätigen und
herumstreifenden Leben gegen das Gefühl häuslicher Glückseligkeit
gänzlich vertauscht zu haben. Aber eine alte Gewohnheit legt sich so
leicht nicht ab, und eine Richtung, die wir früh genommen, kann wohl
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